In welchem Namen ist Rettung - Jehova oder Jesus?
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Für einen Zeugen Jehovas ist die Antwort logisch: Jeder, der den Namen Jehovas anruft, wird gerettet werden.” (Römer 10:13, Neue Welt Übersetzung)
Rettung ist aus Sicht der Zeugen Jehovas nur möglich, wenn man den Namen “Jehova” anruft.
Nun ist aber die Bibel der Zeugen Jehovas die einzige Übersetzung, die in Römer 10:13 den Namen “Jehova” einfügt.
In der Guten Nachricht heißt es beispielsweise: “Es heißt ja auch: Alle, die sich zum Herrn bekennen und seinen Namen anrufen, werden gerettet.”
Wer ist nun dieser “Herr”? Handelt es sich dabei um Jehova oder um Jesus?
Um diese Frage zu klären, muß man den Kontext von Römer Kapitel 10 betrachten: Dieser weist deutlich darauf hin, daß es hier zentral um die Rettung durch Jesus Christus geht.
“Wenn ihr also mit dem Mund bekennt: Jesus ist der Herr, und im Herzen glaubt, daß Gott ihn vom Tod auferweckt hat, werdet ihr gerettet. Wer mit dem Herzen glaubt, wird von Gott als gerecht anerkannt; und wer mit dem Mund bekennt, wird im letzten Gericht gerettet. So steht es ja in den Heiligen Schriften: Wer ihm glaubt und auf ihn vertraut, wird nicht zugrunde gehen. Das gilt ohne Unterschied für Juden und Nichtjuden. Sie alle haben ein und denselben Herrn: Jesus Christus. Aus seinem Reichtum schenkt er allen, die sich zu ihm als ihrem Herrn bekennen, ewiges Leben. Es heißt ja auch: Alle die sich zum Herrn bekennen und seinen Namen anrufen, werden gerettet.” (Römer 10:9-13, Gute Nachricht)
Die Zeugen Jehovas argumentieren, daß in Römer 10:13 ein Text aus dem Alten Testament zitiert wird, nämlich Joel 3:5, wo es heißt: “Ein jeder, der den Namen Jehovas anruft, wird sicher davonkommen.”
Das ist soweit auch richtig. Aber garade daran, daß im Neuen Testament der Gottesname auf Jesus bezogen wird, wird einmal mehr die Einheit zwischen Jehova und Jesus Christus betont.
An den mit “Herr” übersetzten Stellen steht in griechischen Urtext des Neuen Testaments das Wort “kýrios”. Wenn die Wachtturm Gesellschaft “kýrios” in Römer 10:9 mit “Herr” wiedergibt, in Römer 10:13 aber mit “Jehova”, so waltet hier interpretatorische Willkür.
Im griechischen Neuen Testament steht hier beide Male “kýrios” - und es existiert keine Handschrift, in der dies anders wäre.
Interessanterweise bedeutet der Name Jesus “Jehova ist Rettung”.
Dieser Name Jesus ist nicht von Menschen erdacht worden, sondern der Engel Gabriel gab Maria die Anweisung, daß sie ihrem Sohn den Namen Jesus geben sollte.
Diesen Zusammenhang des Namens Jesus mit dem hebräischen „Jehova“ kannte auch der Apostel Petrus, als er vor den jüdischen Gelehrten stand und erklärte: “Und in keinem andern ist das Heil, auch ist kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir sollen selig werden.” (Apostelgeschichte 4:12)
In der Zeit nach Jesu Tod, Auferstehung und Himmelfahrt gab es für die Apostel keinen anderen Namen unter dem Himmel zur Rettung für uns Menschen als den Namen Jesus.
Nicht im hebräischen Namen Jehova, sondern im Namen Jesus taten die Apostel Zeichen und Wunder.
“Im Namen Jesu Christi von Nazareth” heilte Petrus den Lahmen vor der Tür des Tempels. Er bekannte, daß der “Glaube an den Namen Jesu” den Kranken aufrichtete. (Apostelgeschichte 3:6,16)
Laut Philipper 2:9,10 bekam der Sohn Gottes von Seinem Himmlischen Vater den Namen Jesus, ein Name, der „über allen Namen“ ist.
In diesem Namen müssen einmal alle Menschen ihre Knie beugen und alle Zungen bekennen, daß Jesus Christus der Herr sei, zur Ehre Gottes, des Vaters.
Nach Apostelgeschichte 10:36 betont der Apostel Petrus, daß “Jesus Christus Herr ist über alle” Er ist “der Herr aller Herren” (Offenbarung 19:16)
Wer nun diesen Herrn mit Seinem Namen - dem Namen Jesus - anruft, der soll errettet werden.
Als letztes Argument möchte ich noch nennen, daß im gesamten Neuen Testament kein einziges Mal davon die Rede ist, daß Jesus Christus oder seine Jünger Gott mit dem Namen “Jehova” anredeten. So wurde er nur im Alten Testament genannt. Jesus sprach stets von seinem Vater.
Jemanden mit seinem Eigennamen anreden zu dürfen, ist etwas Großes. Das stiftet Gemeinschaft. Aber “Vater” sagen zu dürfen, wie Jesus es uns lehrte, ist mehr. Es bedeutet Sohnschaft. Daß Gott uns durch Jesus Christus sagen läßt, er will unser Vater sein, das öffnet uns den Weg zum Herzen Gottes.