Wer darf von Brot und Wein nehmen?
Die Zeugen Jehovas feiern das Gedächtnismahl oder Abendmahl des Herrn einmal im Jahr um Ostern herum. Sie begehen das Gedächtnismahl an dem Tag, der dem 14. Nisan im jüdischen Kalender enspricht, dem Tag des jüdischen Paschafestes. Es werden die Elemente Brot und vergorener Rotwein verwendet.
Gesalbte und andere Schafe
Nur die "Gesalbten", die sich den 144.000 zugehörig fühlen, nehmen von den Elementen. (Siehe Abhandlung: "Kommen nur 144.000 Menschen in den Himmel?") Bei diesen Personen handelt es sich weltweit nur um wenige tausend Personen. In vielen Versammlungen befindet sich überhaupt keiner mehr.
Alle "anderen Schafe" - die Millionen Zeugen Jehovas außer dem Überrest aus den 144.000 - sind lediglich als Zuschauer zugegen.
Wo kein Überrest-Mitglied mehr vorhanden ist, läßt man die Elemente einfach unberührt durch die Reihen gehen. Diese Zuschauer verstehen sich nicht als Miterben Christi noch als geistige Söhne Gottes, die an Christi Tod und der Hoffnung teilhätten, durch eine Auferstehung zu himmlischem Leben mit ihm vereint zu werden. Daher nehmen sie nicht von Brot und Wein.
Wer aber darf sich gemäß der Bibel am Abendmahl beteiligen?
Als Jesus das Abendmahl einsetzte, gab er seinen Jüngern das Brot und den Wein: "Während sie aßen, nahm Jesus einen Laib Brot, dankte und bat Gott um seinen Segen. Dann brach er ihn in Stücke und gab sie den Jüngern mit den Worten: Nehmt und eßt, denn das ist mein Leib. Und dann nahm er einen Becher mit Wein und dankte Gott dafür. Er gab ihn seinen Jüngern und sagte: Jeder von euch soll davon trinken, denn das ist mein Blut, das den Bund zwischen Gott und den Menschen besiegelt. Es wird vergossen, um die Sünden vieler Menschen zu vergeben." (Mat 26:26-28)
Eine eminent wichtige Stelle!
Hier geschieht eine entscheidende Wende: Vorher galt der Alte Bund, den Gott mit den Israeliten geschlossen hat. Die Israeliten mußten wieder und wieder Opfer darbringen, um Vergebung ihrer Sünden zu erlangen. Hier nun, beim Abendmahl sagt Jesus: Der neue Bund zwischen Gott und den Menschen besteht in meinem Blut!
Die Zeit der Opferungen ist vorbei, die Zeit der Vorschattungen auf das Opfer, das ein und für alle mal für die Schuld der Menschheit sühnen wird.
Das wird auch daran deutlich, daß mit Jesu Tod der zentimeterstarke Vorhang zum Allerheiligsten im Tempel von oben bis unten zerreißt, von Gottes Hand zerteilt. Der Weg zu Gott steht offen, wir dürfen zu ihm in das Allerheiligste kommen - aber nur in Jesus.
Das Blut, das Jesus vergießt, ist zur Vergebung unserer Sünden vergossen. Wer sollte also von Brot und Wein nehmen?
Alle Menschen, die sich unter diesen neuen Bund mit Gott stellen wollen, die sein Angebot der Vergebung annehmen.
Ohne den Neuen Bund in Jesu Blut gibt es nur den Alten Bund, der jedoch in Jesus aufgehoben und erfüllt ist. Nur im Neuen Bund haben wir Vergebung unserer Schuld! Die Lehre des Wachtturms enthält dieses Zeichen des Neuen Bundes, den Gott mit den Menschen schließt, jedoch den allermeisten ihrer Anhänger vor. (aus:www.zj-im-blickpunkt.de)
Jesus Christus betonte schon vor dem Abendmahl die Wichtigkeit dieses Ereignisses: "Ich versichere euch: Wer an ich glaubt, hat schon das ewige Leben. Ja, ich bin das Brot des Lebens! Eure Vorfahren aßen Manna in der Wüste, doch sie sind alle gestorben. Dies ist das Brot, das vom Himmel harabkommt. Wer davon ißt, wird nicht sterben Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer dieses Brot ißt, wird ewig leben; dieses Brot ist mein Fleisch, ich gebe es, damit die Welt leben kann. Da fingen die Leute an zu streiten: Wie kann dieser Mann uns sein Fleisch zu essen geben? fragten sie. Deshalb sagte Jesus noch einmal: Ich sage euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht eßt und sein Blut nicht trinkt, könnt ihr das ewige Leben nicht in euch haben. Wer aber mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn am letzten Tag auferwecken. Denn mein Fleisch ist die wahre Nahrung und mein Blut der wahre Trank. Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, bleibt in mir und ich in ihm." (Joh 6:47-56)
Diese Worte sind klar und deutlich. Die Zeugen Jehovas argumentieren, daß sich diese Worte Jesus nicht auf das Abendmahl beziehen könnten, da sie lange vorher und gegenüber ungläubigen Menschen ausgesprochen wurden. Die Aussage soll ihrer Meinung nach lediglich bedeuten, daß man Jesu Lehren sozusagen "in Fleisch und Blut übergehen" lassen soll. Dies steht aber nirgends in der Bibel.